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Surface Piercing

Oberflächen / Surface Piercing

Platzierung:

überall wo es die Anatomie zulässt

Abheilzeit:

bis zu 6  Monaten

Schmuck:

Titanstab (gebogen) oder PTFE

Drahtstärke:

1,6- 2 mm

 

Beschreibung:

Als Oberflächen Piercing (Surface Piercing) wird jedes Körperpiercing bezeichnet, das auf der Oberfläche des Körpers platziert ist und durch Stellen geht, die weder konvex noch konkav geformt sind. Einstich- und Austrittskanal liegen damit auf einer Ebene. Da sie meist unter Spannung stehen, können sie häufiger vom Körper abgewiesen werden als andere Piercings und wachsen dabei heraus. Der Heilungsprozess ist erheblich langwieriger. Mit entsprechendem Schmuck und präziser Platzierung kann das Risiko jedoch reduziert werden. Speziell für Oberflächenpiercings existieren sogenannte Surface-Bars. Dabei handelt es sich um Barbells, die an den Enden eine 90-Grad-Biegung in gleicher Richtung besitzen und somit die Spannung verringern. Gerne verwendet wird neben Surface-Bars auch flexibler Schmuck aus PTFE. Der eigentlich gerade Stift aus diesem Material passt sich zwar an die Krümmung des Stichkanals an, übt jedoch durch das Bestreben, in die Ursprungsform zurückzukommen, einen permanenten Druck aus. Alternativ kann stattdessen ein thermisch geformter Kunststoff oder speziell ein Surface-Bar aus PTFE eingesetzt werden, welche jedoch nur selten erhältlich sind. Wichtig bei einem Oberflächenpiercing ist vor allem die richtige Tiefe des Stichkanals unter der Haut. Wird der Surface-Bar nicht tief genug eingesetzt, sitzt der Schmuck zu locker. Die Enden ragen zu weit aus dem Stichkanal heraus, kippen zur Seite und reizen permanent das umliegende Gewebe. Sitzt er dagegen zu tief, drücken die Kugeln an den Enden auf die Haut, was zu Rötungen und Entzündungen führen kann. Zu den bekanntesten Oberflächen Piercings zählen das vor allem in den späten 1990er Jahren modern gewesene Augenbrauenpiercing und, ebenfalls im Gesicht, dass Bridge-Piercing auf dem Nasenrücken. Im Halsbereich gestochene Piercings sind das Nackenpiercing, in der Drosselgrube das Madison-Piercing oder am Schlüsselbein das Calvicle-Piercing. Eine klassische vorübergehende und meist aus künstlerischen Aspekt gestochene Variante bildet das Korsett-Piercing, bei dem meist zwei Reihen senkrecht am Rücken gestochen und ähnlich einem Korsett miteinander verknüpft werden können. Im Schambereich ist bei der Frau das Christina- und analog beim Mann das Pubic-Piercing bekannt. Das Hafada-Piercing am Hodensack ist entgegen den meisten anderen Oberflächenpiercings besonders einfach in der Durchführung und auch der Heilungsprozess verläuft wesentlich schneller und unkomplizierter.

Grundsätzliches:

  • In den ersten zwei Tagen nach dem Piercen auf alles verzichten was blutverdünnend ist: wie Alkohol, Drogen und Medikamente (Aspirin).
  • Achte darauf am Piercing Druck, Reibung und Spannung zu vermeiden.
  • Keine Kosmetikprodukte an das frische Piercing kommen lassen (z.B Bodylotion, Make up und co)
  • Kein Sonnenbaden/ Sauna/ Solarium für die nächsten drei Wochen. Für sogar sechs Wochen auf See- / Salz- und Badewasser verzichten.
  • Bei der Körperpflege sollte das Shampoo und Duschgel Ph- Neutral sein und nicht in die ,,Wunde“ gelangen. Du solltest anschließend den Bereich mit klarem Wasser nachspülen und die Pflege mit Octenisept vornehmen.

Risiken:

  • Da bei Oberflächenpiercings eine erhöhte Spannung der Haut besteht , können diese vom Körper abgestoßen werden und rauswachsen (abgestoßen werden)
  • Es kann zu Einblutungen kommen,diese verschwinden wie ein blauer Fleck von alleine

Der Heilungsverlauf ist bei jedem individuell, daher bitte zum ersten Schmuckwechsel nach 4-6 Wochen erscheinen.