OHNE GEHT ES NICHT

WARUM IST HYGIENE SO WICHTIG ?

Von größter Wichtigkeit beim Piercen/Tätowieren ist die Hygiene.
Wird sie nicht beachtet, steigen die gesundheitlichen Risiken erheblich an.
Durch aseptisches (keimfreies) Arbeiten wird die Keimbildung so niedrig wie möglich gehalten. Alle Arbeitsflächen/-bereiche und Gegenstände, welche mit Erregern verunreinigt sein könnten, müssen regelmäßig aufbereitet, desinfiziert oder sterilisiert werden.
In Hygiene- und Desinfektionsplänen werden Abläufe und Zuständigkeiten für Hygienemaßnahmen beschrieben, umgesetzt und ständig kontrolliert.
Durch diese Maßnahmen minimiert sich das Infektionsrisiko für den Kunden.

DEFINITION

hygceinios = gr. Gesund/heilsam
Göttin Hygalia (Göttin des Wassers/der Sauberkeit)

Hygiene ist die wissenschaftliche Lehre von der Verhütung der Krankheit und der Erhaltung und Festigung der Gesundheit.

ZIELE DER HYGIENE

  • Gesundheit zu erhalten (körperlich, seelisch, geistig und sozial)
  • Krankheiten vorzubeugen
  • sowie die Entstehung und Ausbreitung von Krankheiten zu verhindern
  • Einflüsse der Umwelt auf die Gesundheit des Menschen zu prüfen
  • Maßnahmen zu ergreifen, die ihr Wohlergehen fördern

BESTANDTEILE DER HYGIENE

  • Verhütung und Bekämpfung von Infektionen
  • Maßnahmen der Desinfektion und Sterilisation
  • Infektiologie
  • Mikrobiologie
  • persönliche Hygiene des Personals
  • Sozialhygiene (z. B. Unfallverhütung)
  • Umwelthygiene (z. B. Abfallentsorgung)

 

INFEKTION (lat.: inficere)

 

DEFINITION

“etwas schädliches hineintun”/beflecken
Befall des Körpers (=Wirt) durch Mikroorganismen (Bakterien, Viren, Pilze, Parasiten), die sich dort vermehren. Bei Krankheitsdispositionen (-bereitschaft) kommt es zu Symptomen, erst jetzt liegt eine Infektionskrankheit vor.

INFEKTIONSSYMPTOME

  • Calor (Wärme)
  • Rumor (Rötung)
  • Tumor (Schwellung)
  • Dolor (Schmerz)
  • Functiolaesa (eingeschränkte Funktion des betroffenen Organs)

 

INFEKTIONSWEGE

Kennt man den Infektionsweg oder Übertragungsweg, können viele Infektionen vermieden werden.

  • Kontakt-/Schmierinfektion (direkter Übertragungsweg)
  • Tröpfcheninfektion (fäkal/oral)
  • Blut
  • indirekter Übertragungsweg
  • Nahrungsmittel und Wasser

 

VORBEUGENDE PRINZIPIEN

 

HANDSCHUHE

  • Handschuhe sind bei Arbeiten mit Kontakt zu möglicherweise infektiösen Körperflüssigkeiten so zu handhaben, als wären es infizierte Materialien.
  • beim Umgang mit Abfällen
  • beim Umgang mit schmutziger/blutiger Wäsche
  • wenn Risse, Schnitte, Schürfwunden den Schutz der Hände nötig machen!
  • beim Umgang mit infektiösem Material (Blut/Serum)
  • beim Umgang mit Flächen- und Instrumentendesinfektionsmitteln

 

ANTISEPTIKUM

Das heißt, antimikrobielle Maßnahmen am Ausgangsort oder an der Eintrittsstelle einer möglichen Infektion, z. B. Hautdesinfektion von Injektionen.

  • Präoperative Hautantiseptik (Hautdesinfektion vor Eingriff)
  • Schleimhautantiseptik

 

ASEPSIS

Man versteht darunter in der Medizin den Zustand der Keimfreiheit.

  • das Nutzen steriler Instrumente oder Verbandstoffe
  • sterile Handschuhe
  • steriler Schmuck

 

DISTANZIERUNG

Im Sinne eines Kontaminationsschutzes z. B. durch Berufs- oder Schutzkleidung, Maßnahmen zur Isolierung von infektiösen Kranken z. B.

  • Schutzkleidung
  • außer Füßen und Rollen befindet sich nichts auf dem Fußboden
  • kontaminiertes Material sofort verwerfen