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Lippen Piercing

Medusa / Cheeks / Eskimo / Bites / Ashley / Labret

Platzierung:

Um oder durch die Lippen

Abheilzeit:

ca. 3-6 Wochen

Schmuck :

Titanstab gebogen / Labret Stud

Drahtstärke:

1,2/ 1,6 mm

 

Beschreibung:

Ein Labret-Piercing ist ein Piercing im Bereich der Lippen. Im engeren Sinn bezieht es sich auf ein Piercing der Unterlippe. Piercings der Oberlippe werden auch als Madonna– beziehungsweise Medusa-Piercing bezeichnet. Geeignet für den Einsatz sind bei modernen Labret-Piercings vor allem spezielle Labret-Stecker. Zum Ersteinsatz in ein neu gestochenes Piercing werden meist vorübergehend Stecker mit Überlängen verwendet, da es in der Regel zu Schwellungen der Lippe kommt. Die Abheilung des Piercings dauert etwa vier bis acht Wochen. Wie bei allen Piercings im Mundbereich wird geraten, nach dem Stechen mehrere Stunden nicht zu rauchen und 12 bis 24 Stunden keinen Alkohol zu konsumieren. Von manchen Piercern wird auch empfohlen, über einen Zeitraum von zwei Wochen keine milch- und fruchtsäurehaltigen Nahrungsmittel zu konsumieren. Der Abheilungsprozess wird im Mundbereich deutlich beschleunigt, da es sich um Mischgewebe aus Schleimhaut handelt. Früher schädigten Lippenstecker häufig das Zahnfleisch und den Zahnschmelz. Dieses Risiko wurde durch die Verwendung eines Steckers aus Polytetrafluorethylen (PTFE) minimiert, da dieses Material relativ weich ist und keine große mechanische Wirkung ausübt. Jedoch müssen diese Stecker häufiger ausgetauscht werden, da sie durch das relativ weiche Material schneller verschleißen. Bei einer Schwellung ist es möglich, dass die Platte des Labret-Steckers in die Lippe hineinwächst beziehungsweise von dem umliegenden Bindegewebe vollständig umschlossen wird. Selten kann der Schmuck in der Lippe festwachsen. Dies passiert in der Regel nur bei neu gestochenen Piercings mit zu kurzen Steckern. Im Großen und Ganzen treten Probleme sehr selten auf. In diesen Fällen wird empfohlen, das Piercing zu entfernen und die Wunde heilen zu lassen. Dadurch treten keine ernsten Probleme auf. Bei der Rasur kann es unter Umständen zu Komplikationen und Verletzungen kommen, falls man währenddessen am Schmuck hängenbleibt. Vorbeugend wird der Schmuck daher bei einem verheilten Stichkanal zuvor herausgenommen. Problematisch kann sich unter Umständen auch das Tragen einer Zahnspange auswirken, sofern sich die Apparatur mit dem Schmuck verhakt oder die Haut, insbesondere der Stichkanal, durch häufige Reibung strapaziert wird. Das Labret-Piercing wird meist zentral oder versetzt in der Unterlippe getragen. Ein Labret-Piercing, das sich direkt am Mundwinkel befindet, trägt die Bezeichnung Dahlia-Piercing. Es wird meist symmetrisch auf beiden Seiten getragen.

„Die Bezeichnung bezieht sich auf das Mordopfer Elizabeth Short, besser bekannt als „Die schwarze Dahlie“, die von ihrem Mörder die Mundwinkel in Form eines Glasgow Smile eingeschnitten bekam. Wird ein Labret-Piercing möglichst weit unten in der Nähe der Zahnwurzel platziert, spricht man von einem Lowbret. Wird ein Labret-Piercing genau in der Mitte oberhalb der Oberlippe durch das Philtrum, die vertikale Rinne zwischen der Oberlippe und der Nase, gesetzt, spricht man von einem Medusa-Piercing. Als Piercingschmuck wird meist ein Labret-Stecker eingesetzt. Da an dieser Stelle besonders viele Nerven verlaufen, ist es oft schmerzhafter als andere Piercings in der Lippe.

Ein seitlich oberhalb der Oberlippe gestochenes Labret-Piercing wird Madonna-Piercing (auch Monroe-Piercing oder Chrome Crawford) genannt. Es verläuft durch Muskelgewebe, weswegen nach dem Stechen eine deutlichere Schwellung möglich ist. Die Namen der Piercings gehen auf die Pop-Sängerin Madonna, das Model Cindy Crawford und die Schauspielerin Marilyn Monroe zurück, die an dieser Stelle einen Schönheitsfleck tragen oder trugen.“

Verschiedene Piercing-Varianten verlaufen direkt durch das Lippenrot. Bei einem vertikalen Labret-Piercing, auch Eskimo genannt, beginnt der Stichkanal unterhalb der Lippe und tritt auf der Lippe im Lippenrot wieder heraus. Dabei besteht eine gewisse Gefahr des kontinuierlichen Einreißens des Lippenrots. Üblicherweise wird ein Curved Barbell anstatt eines Labret-Steckers eingesetzt. Bei dieser Variante kann der Zahnapparat nicht geschädigt werden, da der Schmuck nicht mit Zahnfleisch und Zähnen in Kontakt kommt. Die Heilungsdauer eines Eskimo-Piercings beträgt etwa vier Wochen. Ein optisch ähnlicher Effekt kann mit einem gewöhnlich gestochenen Labret-Piercing durch das Tragen eines anliegenden Curved Barbells erzielt werden. Analog zum Eskimo-Piercing sitzt das Jestrum-Piercing auf dem Lippenrot der Oberlippe und tritt im Philtrum heraus. Die Abheilungsdauer eines neu gestochenen Jestrums umfasst mit etwa zwei bis sechs Monaten etwas mehr Zeit als beim Eskimo. Ein Ashley-Piercing, auch Racoon-Piercing genannt, wird von außen nach innen durch das Lippenrot geführt, sodass mit einem Curved Barbell bei geschlossenem Mund lediglich eine Kugel direkt auf der Lippe sichtbar ist. Das sogenannte Lane-Piercing ist ein Oberflächen Piercing, welches waagerecht durch das Lippenrot der Unterlippe gestochen wird. Wie bei den meisten Oberflächen Piercings ist auch hierbei die erhöhte Gefahr gegeben, dass der Schmuck aus dem Gewebe heraus wächst.

Grundsätzliches:

  • In den ersten zwei Tagen nach dem Piercen auf alles verzichten was blutverdünnend ist: wie Alkohol, Drogen und Medikamente (Aspirin).
  • Kein Sonnenbaden/ Sauna/ Solarium für die nächsten drei Wochen. Für sogar sechs Wochen auf See- / Salz- und Badewasser verzichten.
  • Bei der Körperpflege sollte das Shampoo und Duschgel Ph- Neutral sein und nicht in die ,,Wunde“ gelangen. Du solltest anschließend den Bereich mit klarem Wasser nachspülen und die Pflege mit Octenisept vornehmen.
  • Wichtig ist, dass beim schminken und stylen nichts von den verwendeten Utensilien (Haarspray, Make- Up und Färbemittel) in und an den Stichkanal gelangt.
  • Milchprodukte (z.B.: Schokolade, Yoghurt, Käse) sind für 10 Tage verboten da die darin enthaltende Milchsäure die Wundheilung negativ beeinflussen kann. Auf zu kauintensive Nahrung solltest du Anfangs verzichten da der Erstschmuck sehr lang sein muss und du deswegen hängen bleiben könntest.
  • Rauchen, Küssen und Oralverkehr sind für eine Woche verboten (Infektionsgefahr).

 

Risiken:

  • Anfangs kann man durch den langen Stab hängen bleiben. Infektionsgefahr durch Fremdsekret und Essensreste.
  • Wenn Metal auf dem Zahnschmelz reibt, kommt es zu einer Abtragung dessen. Regelmäßige Kontrollen nach Zahnfleischrückgang und Einkerbungen in den Zähnen sind erwünscht.

Der Heilungsverlauf ist bei jedem individuell, daher bitte zum ersten Schmuckwechsel nach 3 – 4 Wochen erscheinen.