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Piercing Risiken

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Zu beachten

Natürlich kann es hin und wieder auch zu einem nicht planmäßigen Ablauf des Heilungsprozesses kommen.
Diese sind allerdings in normale Wundheilung und Komplikationen zu unterscheiden. Viele Risikofaktoren werden durch sachgemäße Nachsorge minimiert. Solltet ihr euch unsicher sein, kommt bitte zuerst zu uns und stellt keine Selbstdiagnosen!

 

Abstoßungsreaktion / Herauswachsen

Aus verschiedenen Gründen kann es vorkommen, dass ein Piercing vom Körper abgestoßen wird. Der Hauptgrund dafür ist die erhöhte Hautspannung an der betreffenden Körperstelle in Verbindung mit einer oder mehreren Faktoren:

  • Piercing-Stelle (z. B. Surface-Piercing)
  • Falscher Schmuck (z. B. Größe, Material, zu schwer)
  • Bindegewebsschwäche (genetisch)
  • Falsche Pflege (zu oft oder zu wenig)
  • Häufige Entzündungen (durch z. B. Reibung)

Besonders gefährdet sind Piercingstellen wie: Bridge, Augenbraue, Christina, Frenum und Surface.
Wird der Hautabstand zwischen Ein- und Austrittsloch immer geringer (unter 5mm) oder kann man den Schmuck durch die Haut sehen, solltest du bitte schnellstmöglich deinen Piercer aufsuchen. Durch ein rechtzeitiges Entfernen des Schmucks bildet sich Narbengewebe und eine Wiederholung des Piercingvorgangs ist möglich.
Narbengewebe ist deutlich stabiler und vermindert das Risiko eines erneuten herauswachsens.

 


Allergie

Eine Allergie ist eine heftige Reaktion des Immunsystems auf oft harmlose Umweltstoffe.
Nickel ist heute eines der häufigsten Kontaktallergene. Aus nickelhaltigen Metalloberflächen können sich in einer feucht-sauren Umgebung (frische Wunde, Schweiß) Nickelionen herauslösen. Die herausgelösten Nickelionen können durch wiederholten und intensiven Hautkontakt eine Sensibilisierung („Nickelallergie“) auslösen. Die Körperabwehr erkennt Nickel fälschlicherweise als gefährlichen Eindringling, den es zu bekämpfen gilt.

 


Abszess

Für die Entstehung eines Abszesses sind meist Bakterien verantwortlich. Infiziert sich eine Wunde und wird diese nicht rechtzeitig behandelt, kann sich der Eiterherd durch eine Membran/Kapsel aus entzündlichem Granulationsgewebe abgrenzen.

 


Bluterguss

Ursache für ein Hämatom (Bluterguss) ist eine Verletzung von Blutgefäßen, wodurch es zu einer Ansammlung von Blut im Körpergewebe kommt. Je tiefer die Einblutung im Gewebe liegt, desto weniger ausgeprägt sind die äußerlich erkennbaren Anzeichen. Durch den Druck vom Bluterguss auf das umliegende Gewebe kommt es zu einem Druckschmerz. Ein Hämatom bildet sich von selbst zurück.

 


Narbenbildung

Wenn Wunden sich schließen/abheilen, entsteht immer eine kleine Narbe.

 


Nachblutung

Anfängliches Nachbluten dient der Wundreinigung. Darauf folgt eine Verengung der verletzten Gefäße und die Blutgerinnung wird eingeleitet, um die Blutung zu stoppen.

 


Infektion

Bei unsachgemäßer Nachsorge/Pflege kann es zum Eintritt von Mikroorganismen (Viren, Pilze oder Bakterien) in den Körper kommen. Dies führt in Einzelfällen zu Infektionen. Bei einer Infektion solltest Du schnellstmöglich zu uns kommen. Man kann alles behandeln und das Piercing muss auch nicht rausgenommen werden.

 


Lymphknotenschwellung

Bei den Lymphknoten handelt es sich um kleine Drüsen, die über den ganzen Körper verteilt als Sammelstellen des Immunsystems dienen und krank machende Keime herausfiltern. Sie helfen bei der Bekämpfung von Infektionen.
Bei einem frischen Piercing (besonders bei einem Zungenpiercing) kann es in den ersten 2 Wochen zu einer „gutartigen“ Schwellung der Lymphknoten kommen.

 


Rötung

Durch eine zunehmende Durchblutung(siehe Schwellung) kommt es zu einer Rötung und Erhöhung der Hauttemperatur im Wundbereich.

 


Schwellung

Die Durchlässigkeit der Kapillarwände wird erhöht, wodurch mehr Blutzellen die Wunde erreichen und zur schnelleren Wundheilung betragen können. Die Zunahme der Flüssigkeit im Gewebe an der Wunde verursacht eine Schwellung.

 


Schmerz

Bei einem frischen Piercing entsteht bei Berührung/Druck ein normaler Wundschmerz.

 


Nervenschäden

Bei einem professionell ausgeführten Piercing entstehen keinerlei Verletzungen von Nerven!

 


Zahnschädigung

Es sollte immer Schmuck in der richtigen Größe getragen werden. Zusätzliches „spielen“ mit dem Schmuck kann den Zahnschmelz beschädigen und somit auch nach Jahren noch Folgeschäden verursachen.
Plastikkugeln/Stäbe sind für die Zähne weniger schädlich und somit als Wechselschmuck zu empfehlen.