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Studiocheckliste

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Schaut genau hin

 

Für den Kunden ist es schwer zu erkennen, ob das Studio ihrer Wahl das richtige ist.
Nur durch sicht- und nachweisbare hygienische Standards ist gewährleistet, dass ihr, außer einem Tattoo/Piercing, keine Krankheiten mit nach Hause nehmt.
Lasst euch die Räume zeigen und auch erklären, wie sie arbeiten.
Fachkompetentes Personal hat auf all eure Fragen eine Antwort und nichts zu verbergen.

Überprüfe anhand nachfolgender Punkte, ob das von dir gewählte Studio alle erforderlichen hygienischen Anforderungen erfüllt.

 

1. Allgemeines

  • Besichtige Studios und informiere dich unverbindlich über das Angebot.
  • Ein ausführliches Beratungsgespräch sollte jedem Piercing, Tattoo oder Bodmod vorausgehen.

 

2. Hygiene

  • Die behandelnde Person
  • Die dich behandelnde Person sollte waschbare Arbeitskleidung tragen.
  • Die Unterarme der dich behandelnden Person sollten frei sein.
  • Dein Piercer trägt je nach Anforderung sterile oder unsterile Einmalhandschuhe.
  • Offene Haare, lackierte Nägel, Ringe und Armbänder oder ungeschützte lange Bärte bergen ein hohes Infektionsrisiko.

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2.2 Hygiene – Die Behandlungsräume

  • Die Behandlungsräume sollten separat abgeteilt und nicht einzusehen sein.
  • Alle Einrichtungsgegenstände, sowie Boden und Wände sollten feucht abwaschbar sein.
  • Pflanzen oder Dekorationen haben in diesen Räumen nichts zu suchen.
  • Im Studio herrscht Rauchverbot und auch Tiere haben keinen Zutritt zu den Behandlungsräumen.

 

2.3 Hygiene – Materialien & Geräte

  • Schmuckteile und Werkzeuge, welche mehrfach benutzt werden, sind in sterilen Päckchen eingepackt und werden jeweils vor den Augen des Kunden geöffnet. Fragen Sie nach dem Sterilisationsdatum und wie die Teile gelagert werden. Auch diese Sterilpäckchen haben ein Verfallsdatum, welches je nach Lagerung nur 24 Stunden betragen kann.
  • Das Studio sollte über einen Dampfdruck Sterilisator (Autoclav) verfügen, welcher halbjährlich auf seine Funktionstüchtigkeit geprüft wird. Lasse dir den letzten Prüfbericht zeigen.
  • Die Behandlungsliege sollte mit Einwegpapier belegt sein, welches nach jedem Kunden gewechselt wird. Handtücher oder Frotteelaken gehören nicht hierher.
  • Die Behandlungsliege und die Arbeitsflächen sollten ebenfalls nach jedem Kunden feucht desinfiziert werden.

 

3. Beratungsgespräch

  • Du solltest unaufgefordert über alle Risiken informiert werden.
  • Es wird nach einem eventuell vorhandenen Allergiepass gefragt.
  • Das Gespräch sollte anhand einer Einverständniserklärung dokumentiert werden.

 

4. Voruntersuchung

  • Die zu behandelnde Körperstelle sollte in einer Voruntersuchung begutachtet werden, um zu erkennen, ob die anatomischen Voraussetzungen für das gewünschte Piercing gegeben sind.

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5. Schmuck & Materialien

  • Es gibt verschieden Materialien, die für den Ersteinsatz geeignet sind. Dein Piercer ist ein Fachmann und wird Ihnen das für sie am besten geeignete Material empfehlen. – Dies muss nicht immer Titan sein.
  • Chirurgenstahl ist kein geeignetes Material für den Ersteinsatz, da es Nickelanteile enthält und diese auch in den Körper abgibt. Auch Personen die keine Nickelallergie haben können diese durch tragen dieses Materials bekommen. Also Vorsicht!

 

6. Die Behandlung

  • Eine Betäubung mit Eis oder Kältespray birgt bei unsachgemäßer Anwendung Risiken. Auch der Einsatz von Sprays oder Injektionen kann gefährlich sein. Frage nach, wie und warum solche Mittel zum Einsatz kommen, wie sie wirken und ob der Piercer in der Lage ist, bei einem eintretenden Notfall die Erstversorgung zu leisten.
  • Es sollte dir nach dem Eingriff eine schriftliche Pflegeanweisung ausgehändigt werden und die Pflege deines neuen Piercings sollte Schritt für Schritt erklärt und besprochen werden. Ein Nachsorgetermin sollte ebenfalls mit dir vereinbart werden.