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Tattoofarben

Umfassender Schutz des Kunden durch die Tätowiermittel-Verordnung

Heutzutage nutzt der Tätowierer hauptsächlich synthetische, organische Farbstoffe.
Unser Tattoo-Studio nutzt selbstverständlich ausschließlich Farben, die den Normen der seit dem Jahre 2008 in Deutschland gültigen Tätowiermittel-Verordnung entspricht!

Die Tätowiermittel-Verordnung: Sicherheit für Tattoo-Künstler und ihre Kunden!

Die eben genannte Verordnung regelt erstmalig in Europa die Verwendung von intrakutan (= das bedeutet „in die Haut hinein“) applizierten Farbstoffen. In dieser ist festgelegt, dass Farbstoffe, die nicht zweifelsfrei unbedenklich sind, keine Verwendung finden dürfen. Mit den neuen Kennzeichnungsvorschriften wird ebenfalls sichergestellt, dass alle Inhaltsstoffe, egal, ob sie für Tattoos oder Permanent-Make-Up verwendet werden, anzugeben sind.

Ein signifikantes Beispiel für die Notwendigkeit gesetzlicher Regelung sind die manchmal auftretenden toxikologischen Reaktionen der Farbpigmente im Körper, da diverse Tests ergaben, dass bestimmte Produkte Allergien auslösen können.

Selbstverständlich verwenden wir jedoch ausschließlich zertifizierte und sorgfältig geprüfte Farben, die völlig unbedenklich sind und allen gesetzlichen Anforderungen umfassend entsprechen.

So erkennt der Kunde den verantwortungsbewussten Umgang mit Tattoo-Farben unter anderem an folgenden Fakten:

  • Das Studio verwendet nur Farben, die der Tätowiermittel-Verordnung ­entsprechen und daher beim Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit registriert sind.

Ist das ewig währende Gerücht um Autolacke in den Tattoofarben gar kein Gerücht?

Fakt ist, dass selbst der Bundesrat in einer seiner Pressemitteilungen darauf hinwies, dass als Beispiel in fast jeder zehnten Probe das „Pigment Red 254“ nachgewiesen wurde, das einer Autolackfarbe Ferrari-rot entspreche.

Dr. Mark Benecke, u.a. Vorsitzender des ProTattoo e.V. meinte in einem Pressetext vom 14. März 2012 dazu:

Tatsächlich sind die eigentlichen Farbpigmente – egal ob sie technisch oder kosmetish sind – identisch. Einzig: Ein Cosmetical Grade (-> Tätowiermittel) wurde öfter gereinigt als einTechnicalGrade (-> Autos). Von daher ist es letzthin normal, dass diese Pigmente sowohl in Autolacken als auch in Zahnpasta mit blauen Streifen, Eyelinern und Lippenstiften stecken. Und ja, somit auch in Tätowierfarben.“ (Zitat)

Können Tätowierungen Krebserkrankungen auslösen?

Regelmäßig werden Untersuchungen zu Tattoofarben durchgeführt die belegen, dass sich bedenkliche und gefährliche Inhaltsstoffe in ihnen befinden. Ausschlag gebend für die Antwort auf die Frage der krebserregenden Stoffe ist u.a. die Betrachtung der enthaltenen Azo-Farbstoffe und/oder Azo-Pigmente und möglicher Schwermetalle in einigen Tattoofarben, die allergische Reaktionen auslösen können.

Azo-Farbstoffe werden z.B. zur Einfärbung von Papier, Textilien, Ölen uvm. verwendet, da ihre farblichen Eigenschaften sehr gut sind und starke Leuchtkraft beinhalten. Azo-Farbstoffe, die giftige oder krebserregende Amine beinhalten und freisetzen können, sind in Deutschland für Tätowiermittel laut Tätowiermittelverordung und anderen Regelungen verboten aber in vielen ausländischen Tattoofarben immer noch nachzuweisen.

Auch sogenannt Azo-Pigmente sind in einer Reihe von Tattoo-Tinten zu finden. Sie unterscheiden sich von den Azo-Farbstoffen insofern, dass sie praktisch unlösliche, stark färbende, ungiftige Pulver sind, die vom Körper nicht aufgenommen oder zersetzt werden können.

Der Unterschied der beiden Farbstoff-Gruppen besteht nun darin, dass Azo-Farbstoffe vom Körper selbst wieder in die Ausgangsstoffe gespaltet werden können. Azo-Pigmente hingegen werden nach Kenntnisstand erst durch UV-, Röntken-, Gama-, oder Laser-Bestrahlung aufgespaltet. Dabei werden besorgniserregenden aromatischen Amine frei gesetzt (sogenannte reduktive Spaltung von aromatischen Aminen), die Krebs verursachen können – aber nicht müssen!

In vielen Fällen, gerade bei im Ausland gestochenen Tätowierungen, erfährt man als künftiger Tattooträger nur selten etwas über die enthaltenen Inhaltsstoffe dort verwendeter Tattootinten. Schwermetalle und industrielle Abfallprodukte werden oft herangezogen, um den Tinten mehr Farb- oder Leuchtkraft zu geben. Diese Inhaltstoffe können unter anderem zu massiven allergischen Reaktionen führen.

Was kann man tun, um sich vor bedenklichen Tattoofarben zu schützen?

Deutsche Tätowiermittel-Herstellen etikettieren Ihre Produkte mit den Inhaltsstoffen und richten sich nach den gesetzlichen Vorgaben. Sie selbst sollten sich vorher bei Ihrem Tattoo-Studio ausgiebig zum Thema beraten lassen. Recherchieren Sie auch im Internet. Eine Hilfe ist u.a. das Chemisch-Technische Laboratorium (CTL® GmbH). Hier finden Sie spezielle Seiten für Verbraucher, Anwender und eigens geprüfte Tätowiermittel. Wichtigste Grundlage für Sie ist bis dato aber die Tätowiermittelverordnung (TätoV)!

Achten Sie auf die Hygiene-Standards des Studios und stellen Sie so viele Fragen wie möglich. Und nicht das wir uns falsch verstehen! Wir stehen auf Tätowierung!